Der Trujillo Trip

Von Huaraz geht es mit den Nachtbus in 7 Stunden weiter nördlich, an die peruanische Westküste, nach Trujillo.

Tagestour zu den Sehenswürdigkeiten in Trujillo
Martin, der Peruaner aus Los Angeles hat mit 2 seiner Verwandten aus Lima, wie ich heute eine Rundfahrt gebucht. Er freut sich mir einige der Informationen durch die spanischsprachige Reiseführerin auf englisch zu übersetzen.

Die größten Ruinen aus Tonerde in der Welt:

- Huacas del Sol y la Luna - Tempelanlage Sonne und Mond
Das Gelände ist zum Schutz vor Wettereinflüssen überdacht. Noch immer ist zu erahnen, wie es hier ausgesehen haben muss, als dieser Tempel in Gebrauch war. Einige der riesigen Verzierungen sind noch deutlich zu sehen. Andere nur auf Nachstellungen. Hier wurden auch Menschen geopfert. Wie es genau abgelaufen ist, weiß keiner so recht. Aber zentrale Rolle haben die Himmelsgestirne gespielt, wie man auf einem der noch erhaltenen Abbildungen erkennen kann.

Blick aus der Ferne auf den Tempel 'Huacas del Sol y la Luna'


Felsen als Opferstätte.

Wandbild lässt Schlüsse auf die Bedeutung der Anlage zu.

Detailierte Wandgestaltung: hoch wie ein Mehrfamilienhaus und breit wie ein Fußballfeld.


Wilde Gesichter an der Wand.


- Chan Chan – die Sand-Stadt
Wie aus der Wüste geboren, raken die sandfarbenen Stadtmauern auf. Dahinter ein Labyrint aus Mauern die zu verschiedenen großen Plätzen und Räumen führt, die alle ihre eigene Funktion hatten. Angeblich gab es hier keine Dächer über den Häusern, was ich mir nur schwer vorstellen kann, da die Sonne hier sehr intensiv scheint. Bestimmt gab es hier auch mal eine ordentliche Schauer, in der sich sicher so mancher Bewohner der tönernen Stadt nach einem überdachten und trockenen Plätzchen gesehnt hat.
Chan Chan: aus dem Sand ragen Mauern.

Die Überdachung schützt die Sandstadt vor dem Zerfall.


Aufwendige Raumteiler aus Tonerde.

- Palacio de NIK KAN - weitere Ruinen
Über die ganze Stadt Trujillo verstreut, sind auch noch andere Ton-Ruinen zu finden. Es muss ein enormer Aufwand gewesen sein, die Erdmassen an ihren Bestimmungsort zu bringen und eine Mischung aus natürlichen Materialien aus der Region zusammenzustellen, die für so lange Zeit Bestand hat. Davon könnten sich heutige Konstruktionen noch eine Scheibe abschneiden.

Ich im Vordergrund der Mauer des Sandpalastes.
- Strand von Huancachaco
Der Tagesausflug endet an dem Strand im Vorort Trujillos, wo die Strohboote aus Zuckerrohr noch immer (als touristische Attraktion) genutzt werden, um im Küstenwasser von A nach B (wieder nach A) zu kommen.

Ich mit den Strohbooten am Strand von Huancachaco.

Zum Abschied Brötchen und Saft
Mit Martin und seinen Verwandten gehe ich noch ein belegtes Brötchen und dazu einen frischgepressten Saft verköstigen. An der Straßentheke werden wir von betelnden Kindern und Obdachlosen angesprochen. Martin meint, die Kinder betteln, da ihre Eltern zu faul zum Arbeiten sind und er versteht nicht, warum die Menschen nicht statt von Almosen von Lohn durch Arbeit leben. Wir verabschieden uns herzlich auf ein Wiedersehen, vielleicht in L.A.

Montags Shambar
Am nächsten Tag gönne ich mir noch eine „Shambar“, ein Montagssuppe in Trujillo, bevor ich mich weiter nach Chachapoyas bewege.

Kommentare

  1. Hallo Leute,
    ich hab lange nichts von mir hören lassen. Es geht mir gut. Da ich jeden Tag unterwegs bin, nehme ich mir wenig Zeit zum Erarbeiten eines neuen Beitrags. Das versuche ich nachzuholen. Schöne Adventszeit euch.

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